Nonnenstieg-Bürgerinitiative:

Baustil-Umfrage


(für eine Bewertung von Wohnungsbaustil unter ästhetischen Gesichtspunkten)

Moderner Wohnungsbau: kaum gebaut, die Kräne stehen noch da, schon finden sich die ersten Graffitis und Sprüche an den frisch verputzten und strahlend weißen Hauswänden.
Sprüche, die sich oft auch direkt gegen den gewählten Baustil richten.



Während die Menschen in der Nachkriegszeit froh waren, wenn in den zerstörten Städten moderne Wohnungen gebaut wurden, hat sich die Stimmungslage heute grundlegend geändert.
Moderner Wohnungsbau führt vielerorts regelrecht zu Aggressionen.

Wie kommt es dazu?

Ist der moderne Baustil wirklich zu sehr normiert, die Architektur tatsächlich zu einfallslos?

Wir wollen dieser Frage auf den Grund gehen und fragen nach: welcher Stil von Wohnbebauung wird als wie schön empfunden?



Das Eckhaus "Arkaden am Gericht" in Göttingen, Berliner Straße. Es hat eine frappierende Ähnlichkeit mit "Bonjour Tristesse". Aufgenommen im Juni 2013.

 
Neubauten an der Leine (direkt hinter dem Deich) und inmitten der historischen Innenstadt Göttingens: noch nicht fertig gebaut, schon mit Graffiti besprüht. Aufgenommen im Juni 2013.


Berlin-Kreuzberg, Falckensteinstraße 4 (U-Bahnhof Schlesisches Tor), das Gebäude mit dem Namen Bonjour Tristesse.
Erbaut 1981-1984, zwar mit geschwungenen Linien und kurvig geführter Eckhaus-Fläche, aber trotzdem fast vollkommen schmucklos und in seiner monotonen Anordnung der Fenster ein krasser Gegensatz zu den abwechslungsreich ornamentierten 90 Jahre älteren Hauswänden der unmittelbaren Umgebung.
Auch hier wurde die Identität des Stadtviertels nicht mit in der Bauplanung berücksichtigt. Die fortlaufende Zerstörung vieler Gründerzeit-Häuser in Berlin hatte in den 1980er Jahren zu Hausbesetzungen und schweren Krawallen geführt.
Kurz vor Wegnahme des Baugerüsts wurde 1984 auf den Giebel des Eckhauses "Bonjour Tristesse" gemalt, ein deutlicher Ausdruck der mit dem grauen Neubau verbundenen tristen und grauen Stimmungslage im Stadtviertel. 100 Meter gegenüber führte in Sichtweite die Berliner Mauer entlang, dahinter Stacheldraht, Todesstreifen und eine ebenso graue und triste DDR-Normarchitektur.
Heute ist das Gebäude unter diesem Namen bekannt. Bei einem Neuanstrich der Fassade wurde der Schriftzug später nicht übermalt - es wurden sogar Forderungen an die Stadtverwaltung laut, den langsam verbleichenden Schriftzug zu restaurieren. Aufgenommen im Februar 2005.

Fotos: Georg Slickers

Baustil-Umfrage: welche Häuser sind wie schön? Dürfen schönere Häuser höher sein?

Wer zeigen hier 15 Beispiele von Wohnbau-Architektur.

Fünf davon sind nicht aus Göttingen. Zwei sind für die Nonnenstieg-Bebauung derzeit im Gespräch.

Die Stadt möchte Geschosswohnungsbau.
Eine entscheidende Frage ist, wie das umgesetzt wird.

Nach der Vorgabe "sollten" 5 Geschosse nicht überschritten werden. Dabei geht die Stadt von Erfahrungswerten bezüglich der Akzeptanz aus. Mehr als 5 Stockwerke im konventionellen Baustil sind offenbar schwer durchsetzbar. Woran liegt das? Nur an der Höhe?

Die Höhe alleine kann es nicht sein. Die Bäume auf dem IWF-Gelände sind etwas über 20 m hoch. Das sind 7 Stockwerke! Liegt es daran, dass ein Baum einfach schöner aussieht als ein Haus? Als was für eine Art Haus?

Wie hoch kann man bauen?

Wo sind die Grenzen des guten Geschmacks?

Was wäre passend, was wäre akzeptabel? Welcher Baustil würde auf das IWF-Gelände so gut passen, dass man auch höhere Häuser als für das Auge angenehm empfinden würde?

Oder ist bei jedem Haus die Höhe alleine entscheidend, und der Baustil nebensächlich?

 


Beispiel 1


Beispiel 4


Beispiel 7


Beispiel 10


Beispiel 13


Beispiel 2


Beispiel 5


Beispiel 8


Beispiel 11


Beispiel 14


Beispiel 3


Beispiel 6


Beispiel 9


Beispiel 12


Beispiel 15

Angegeben werden soll für jeden Baustil eine Punktebewertung zwischen 0 und 10 Punkten.

0 Punkte = nicht schön/absolut ungeeignet, 5 Punkte = mittel, 10 Punkte = sehr schön/sehr geeignet

Bewertet werden soll nur die Schönheit der Architektur, nicht Fragen der Realisierbarkeit oder des Preises.
Es soll auch nicht beispielsweise der Jugendstil als solcher mit allen jemals in dieser Zeit gebauten Häusern bewertet werden, sondern hauptsächlich die beiden Häuser, die abgebildet sind (manchmal sind im Text noch Ergänzungen beschrieben).

Dies ist die Kopiervorlage, die ausgefüllt einfach in die E-mail kopiert werden muss (bitte schicken an: sprecherin@nonnenstieg-buergerinitiative.de):

Beispiel 1 (Fachwerk): (   )
Beispiel 2 (Jugendstil): (   )
Beispiel 3 (Klinkerbau): (   )
Beispiel 4 (Ziegelbau): (   )
Beispiel 5 (Pommerneck): (   )
Beispiel 6 (Briese): (   )
Beispiel 7 (Kiesseecarree): (   )
Beispiel 8 (Hundertwasser): (   )
Beispiel 9 (Windausweg): (   )
Beispiel 10 (Gaudi/Modernisme): (   )
Beispiel 11 (Peking): (   )
Beispiel 12 (Wien/Prag): (   )
Beispiel 13 (Brauweg): (   )
Beispiel 14 (Untertrifaller): (   )
Beispiel 15 (Steritex): (   )

Man darf auch Baustile auslassen, wenn sie zu schwierig sind.

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1 Fachwerk     2 Jugendstil     3 Klinkerbau     4 Ziegelbau     5 Pommerneck     6 Briese     7 Kiesseecarrée     
8 Hundertwasser     9 Windausweg     10 Gaudí/Modernisme     11 Peking     12 Wien/Prag     13 Brauweg     14 Untertrifaller     15 Steritex

Baustil 1: Fachwerk

Epoche: 1500-1870

Farbe: Holzbalken dunkel vor hellem Hintergrund, Bodenbereich Natursteinfarben
Ornamentik: Holzbalkenoptik, oft mit Verzierungen

Flächen: kleinräumig unterteilt, keine einfarbige Fläche geht über mehrere Stockwerke
Linien: senkrecht, waagrecht, diagonal

Dach: Ziegel-Steildach mit Überstand

 

Standort: Göttingen (Innenstadtbereich: Rosdorfer Weg, Untere Masch-Straße)

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Baustil 2: Jugendstil

Epoche: 1890-1910

Farbe: Bodenbereich Naturstein, Hauptfassade Ziegelfarben oder bunt verputzt
Ornamentik: Sichtbare Kantsteine, oft mit Schnörkeln und Verzierungen, Fenster durch Fassadenstrukturen gerahmt

Flächen: oft kleinräumig unterteilt
Linien: variantenreich senkrecht und waagrecht, Bogenformen

Dach: variantenreiches Ziegel-Steildach, mit Überstand

 

Standort: Göttingen (südlicher Innenstadtbereich: Rosdorfer Weg/Wiesenstraße, Mühlenstraße/Am Leinekanal)

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Baustil 3: Klinkerbau

Epoche: 1900-1930

Farbe: unterschiedliche Ziegelfarben, Grundton oft gelblich, oft mit Holz, Fachwerk oder Sandstein gemischt
Ornamentik: Verzierungen mit farbigen Ziegelsteinen und Holzbalken, Fenster durch Fassadenstrukturen gerahmt

Flächen: oft kleinräumig unterteilt
Linien: Linien waagrecht, Kanten senkrecht, Fenster oft mit Bögen

Dach: variantenreiches Ziegel-Steildach, mit Überstand

 

Standort: Göttingen (südlicher Innenstadtbereich: Wiesenstraße, Reinhäuser Landstraße/Am Feuerschanzengraben)

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Baustil 4: Ziegelbau

Epoche: 1920-1950

Farbe: meist rötliche Ziegelfarben
Ornamentik: Oft mit waagrechten oder am Dachgiebelrand entlangführenden Linien aus Ziegeln (auch in Zickzackausführung)

Flächen: Fassaden nur hin und wieder unterteilt, teilweise auch mit größeren fensterlosen Fassaden
Linien: Kanten senkrecht und waagrecht, Fenster oft mit sanften Bögen

Dach: rötliches Ziegel-Steildach, mit Überstand

 

Standort: Göttingen (südlicher Innenstadtbereich: Eisenbahnstraße, Leinestraße)

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Baustil 5: Pommerneck

Epoche: 1960-1980

Farbe: Einfarbig hell verputzt oder rötliche Ziegelfarben
Ornamentik: keine

Flächen: Fassaden flach und glatt, über viele Stockwerke ohne optische Unterteilungen, oft mit großen fensterlosen Außenwänden
Linien: Kanten senkrecht und rechtwinklig, Fenster und Balkons in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung

Dach: Ziegel-Steildach oder Flachdach, ohne Überstand

 

Standort: Göttingen (Südstadt: Pommerneck)

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Baustil 6: Briese

Epoche: 1970-1980

Farbe: Grundton weiß oder grau, gelegentlich gefärbt
Ornamentik: keine

Flächen: Fassaden flach und glatt, mit optischen Unterteilungen, oft mit großen fensterlosen Außenwänden
Linien: Alle Linien und Kanten rechtwinklig, Fenster und Balkons in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung, durchgehende Balkonführungen oft um das ganze Haus

Dach: Flachdach, ohne Überstand

 

Standort: Göttingen (Innenstadtbereich: Groner Landstraße, Weender Landstraße)

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Baustil 7: Kiesseecarrée

Epoche: seit 1980

Farbe: Grundton weiß, kombiniert mit Ziegelfarben
Ornamentik: Oft mit unechten (funktionslosen) Fensterstürzen (Detailbild oben links)

Flächen: Fassaden flach und glatt, mit optischen Unterteilungen, seltener mit großen fensterlosen Außenwänden
Linien: Alle Linien und Kanten rechtwinklig, Fenster, Balkons und Ziegel-Farbflächen in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung

Dach: Steildach, oft mit Überstand

 

Standort: Göttingen (Südstadt: Pastor-Sander-Bogen)

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Baustil 8: Hundertwasser

Epoche: seit 1980

Farbe: Grundton in einer changierenden, unregelmäßig aufgetragenen Farbe, oft kombiniert mit bunten und kontrastreichen Farben
Ornamentik: Künstlerische Fassadengestaltung, Zwiebeltürme, goldene Kugeln, stark ornamentierte Fensterrahmenbereiche, bunte Keramiksäulen

Flächen: Fassaden mit kurvig verlaufenden Flächen und künstlerisch gestalteten Unterteilungen
Linien: Alle Linien und Kanten kurvig und unregelmäßig, Fenster und Balkons in sich nicht wiederholenden Formen und unregelmäßiger Anordnung

Dach: Flachdach, begrünt mit mittelgroßen Bäumen

 


Fotos: Thomas Schoch, Ralf Roletschek

Standorte: Essen, Magdeburg ("Grüne Zitadelle"). Weitere Beispiele hier (Plochingen, Darmstadt).

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Baustil 9: Windausweg

Epoche: seit 2010

Farbe: Fassaden und Fensterrahmen weiß, Dach- und Bodenbereiche gelegentlich farbig oder grau
Ornamentik: keine

Flächen: Fassaden flach und glatt, optische Unterteilungen durch Regenwasserrohre
Linien: Alle Linien und Kanten rechtwinklig, Fenster und Balkons in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung

Dach: Flachdach, ohne Überstand

 

Standort: Göttingen (Südstadt: Windausweg)

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Baustil 10: Gaudí/Modernisme

Epoche: 1885-1920

Farbe: grau
Ornamentik: Typische ausgesprochen verschnörkelte Außenwand-Ornamentik; Vorliebe für runde, organisch wirkende Formen

Flächen: Fassaden derart unterteilt, dass sie praktisch keine glatten senkrechten Flächen aufweisen, teilweise schräg gemauert
Linien: Geschwungene Linien, Kanten faktisch nicht als senkrechte Strukturen sichtbar, Fenster in unterschiedlichen Formen und stark ornamentisch eingerahmt

Dach: Phantasievoll gestaltete Steildächer

Zusatzerläuterung: Hauptsächlich in Katalonien, Antoni Gaudí als Hauptvertreter der Stilrichtung "Modernisme", einer Spielart des Jugendstils.

 


Fotos: Year of the dragon (1), tato grasso (2), dalbera (3)

Standorte: Barcelona (1, 2), Bilbao (3)

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Baustil 11: Peking

Epoche: seit 1960

Farbe: meist einfarbige Häuser in gedeckten Tönen
Ornamentik: Meist keine, gelegentlich gibt es ein wenig Varianz

Flächen: Fassaden oft mit horizontalen Unterteilungen durch Fensterreihen
Linien: Kanten senkrecht und waagrecht, Fenster streng in Reihen

Dach: Flachdach oder flaches Steildach, ohne Überstand

 


Fotos: Julian Schwabe

Standort: Peking

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Baustil 12: Wien/Prag

Epoche: seit 1990

Farbe: Glas, Stahl, Mauern tendenziell grau
Ornamentik: Gespielt wird mit relativ großen Formen an den Fassaden, die durch klare Linien gekennzeichnet sind

Flächen: Aufgelockerte Fassaden, teilweise kurvig geführt, als große Formen klar erkennbar, unkonventionelle Fensteranordnung
Linien: Mischung aus geraden und kurvigen Linienführungen in ungewöhnlicher Zusammenstellung

Dach: Funktionales Dach, beispielsweise als Terrasse (Wien) oder mit Kunstwerken darauf (Prag)

 


Fotos: Mathias Ripp (1), Georges Jansoone (2)

Standorte: Wien (1, 2), Prag (3)

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Baustil 13: Brauweg

Epoche: seit 2010

Farbe: Grundton weiß, gelegentlich mit farbigen Bereichen (pro Haus eine Farbe)
Ornamentik: keine

Flächen: Außenwände flach und glatt, besonders auf den Nordseiten, Fassaden der Süd- und Westseiten teils etwas aufgelockert, fast ohne optische Unterteilungen
Linien: Alle Linien und Kanten rechtwinklig, Fenster und Balkons teils in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung, teils nicht normiert senkrecht angeordnet

Dach: Flachdach, ohne Überstand

 

Standort: Göttingen (Südstadt: Brauweg)

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Baustil 14: Dietrich/Untertrifaller

Epoche: seit 2000

Farbe: Grundton weiß, beige oder holzfarben
Ornamentik: keine

Flächen: Fassaden flach und glatt, ohne optische Unterteilungen, häufig mit waagrechten Balkon- oder Fensterführungen, oft rund um das ganze Haus, teils mit vorspringenden quaderförmigen Balkons
Linien: Linien und Kanten meist rechtwinklig, Grundrisse gelegentlich auch fünfeckig und mit abgerundeten Kanten, Fenster und Balkons in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung

Dach: Flachdach, ohne Überstand

 


Fotos: Günter Lang, Dietrich/Untertrifaller Architekten

Standorte: Wien (Mühlweg), Götzis/Vorarlberg. Weitere Beispiele hier (Bregenz, Wien, Wetzikon, Feldkirch, St. Gallen, Dornbirn etc.).

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Baustil 15: Steritex-Gelände

Epoche: seit 2010

Farbe: Grundton weiß, gelegentlich mit farbigen Bereichen (pro Haus eine Farbe)
Ornamentik: keine

Flächen: Fassaden flach und glatt, teils mit optischen Unterteilungen
Linien: Alle Linien und Kanten rechtwinklig, Fenster und Balkons in normiert waagrechter und senkrechter Anordnung

Dach: Flachdach oder Steildach, fast ohne Überstand

 

Standort: Göttingen (südlicher Innenstadtbereich: An der Bleichwiese)


Alle Fotos, soweit nicht anders angegeben: Malin Przygodda (Creative Commons CC0)
Logo "Nonnenstieg-Bürgerinitiative": Michaela Schaefer (Creative Commons CC0)
Verantwortliche Person (§ 55 RStV): Francisco Welter-Schultes, Am Pfingstanger 53, 37075 Göttingen